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Ergebnisse
Ergebnisse für das Wasser und seine BewohnerBeseitigung von HindernissenWandernde Fische und Kleintiere, die von der Fördemündung die
Krusau hinauf schwimmen, konnten bisher nach wenigen hundert Metern
nicht weiter: Zuerst bildet das Stauwehr der alten Kupfermühle auf
deutscher, dann das Wehr der Krusaumühle auf dänischer Seite ein
unüberwindliches Hindernis. Im dänischen Zulauf der Krusau, Smedeby Bæk, und in der Krusau selbst wurden Steine und Kies eingebracht. Dadurch bilden sich im Bach strömungsarme Zonen – geeignete „Kinderstuben" für Meerforellen und andere Fischarten. Sauberes WasserAuf deutscher Seite wurden im Talraum rund 33 Hektar
landwirtschaftliche Fläche gekauft: Sie werden nicht mehr gedüngt und
gespritzt. Damit gelangen weniger Schad- und Nährstoffe in den
Niehuuser See und in die Krusau. Für Frösche und Molche wurden beiderseits der Grenze insgesamt 16
neue Kleingewässer geschaffen. Alle im mineralischen Boden im
Hangbereich, nicht im moorigen Talgrund. Denn ein Teich im
nährstoffreichen Moorboden wächst viel schneller wieder zu, er führt
zur Freisetzung von Nährstoffen und Bodensackungen und entwässert die
Feuchtwiesen. In 2005 erfassten deutsche und dänische Biologen gemeinsam in den Zuflüssen und in der Krusau selbst die im und am Bach lebenden Kleinlebewesen („Makrozoobenthos"). Tiere wie Köcherfliege und Strudelwurm sind Indikatoren für den ökologischen Zustand der Gewässer. Eine zahlenmäßige Zunahme dieser Tiere in zukünftigen Proben bedeutet: Mit der Krusau geht es bergauf! Ergebnisse für das Grünland und seine Bewohner:
Intensiv genutztes Grünland ist artenarm. Mit der Extensivierung der Flächen im Talraum wird der Niedermoortorfboden geschützt, der Lebensraum für bedrohte Arten gesichert und verbessert und die Lebensraumvielfalt für Pflanzen und Tiere erhöht. Chance auf Vielfalt30 Hektar, die zur Umsetzung des Projektes erworben wurden, sind unter Auflagen an einen örtlichen Landwirt verpachtet. Die Flächen werden mit so geringer Tierzahl beweidet, dass hier und da Gehölze aufkommen können und immer wieder Bereiche nicht ganz kurz gefressen werden. Die Zerstörung der Entwässerungsrohre lässt offene Gewässer und feuchte Senken entstehen, Das erhöht die Strukturvielfalt auf der Fläche, von der Insekten, Vögel und Amphibien profitieren. Flächen"pflege"?„Gepflegt sieht das aber nicht aus!" mag sich mancher denken,
der das leuchtende Grün intensiv genutzter Weiden vor Augen hat. „Pflege"
bedeutet hier nicht ordentliches Aussehen, sondern Erhalt möglichst
vieler Pflanzenarten.
Fleischrinder der Rasse Limousin halten die Flächen offen. Sie
kommen mit dem weniger gehaltvollen Futter der extensiven Weiden aus. Auf intensiv bewirtschaftetem Grünland dominiert eine Hand voll
Stickstoff liebender Futtergräser. Es wird hochwertiges und
energiereiches Grundfutters für Milchkühe erzeugt. Seltene oder
gefährdete Kräuter haben hier keinen Platz.
Bäume als Opfer des Naturschutzes?
Auf dänischer Seite wurden in Smedeby Grube, einer Seitenschlucht
des Tunneltals, um den Kruså Møllesø und den Niehuuser See herum
Bäume gefällt.. Ergebnisse festhaltenDie Pflanzen im Tales wurden 2004 auf deutscher Seite erfasst Zum einen soll die vorhandene Vielfalt, der Natur belassenen Bachschluchten und in den nassen Wiesen und Sümpfen an der Krusau, dokumentiert werden. Zum anderen ist für Biologen interessant, wie sich das bisher intensiv genutzte Grünland in der Pflanzenzusammensetzung ändert. Ein hydraulisches Modell soll Hilfe für zukünftige Planungen geben: Das ganze Krusautal wurde Höhen vermessen („nivelliert"), Wasserabflussmengen wurden erfasst und die Moorsackungen der letzten 70 Jahre berücksichtigt. Aus diesen Daten erstellt Sønderjyllands Amt per Computer ein Modell, an dem sich verschiedene Szenarien durchspielen lassen, zum Beispiel:
Der Erfolg zukünftiger Planungen kann anhand solcher Modelle besser diskutiert und abgeschätzt werden. Ergebnisse für das Tal und seine Bewohner:Nicht nur Tiere und Pflanzen, auch die Menschen sollen vom INTERREG-Projekt profitieren. Die beiden am Projekt beteiligten Gemeinden Bov (DK) und Harrislee (D) wollen etwas für ihre Einwohner und Besucher tun: WanderwegeZwei neue Wege, am Karlsberg und bei Burg Niehuus, verbinden demnächst bestehende Wanderrouten über die Grenze hinweg. Je nach Lust und Laune können sich die Wanderer dabei in Naturschutz, Geologie und Geschichte fortbilden oder diverse Naturerlebnisspiele ausprobieren. „Weiterbildung" inbegriffenAn zentrale Stelle stehen Tafeln mit Informationen zum Gebiet, selbstverständlich in Deutsch und Dänisch.
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