Ochsenweg

Vom 14. bis ins 19. Jahrhundert fanden zwischen Viborg in Jütland und Wedel bei Hamburg im Frühjahr umfangreiche Viehtriebe statt, um die größeren Städte mit Fleisch zu versorgen.
Der Zoll registrierte in manchen Jahren bis zu 50.000 Ochsen. Es wurden ältere, schon bestehende Wege genutzt, hauptsächlich über die trockenen Heide- und Sanderebenen der Geest. Nördlich Hamburg teilt sich der alte Fernweg in eine östliche und eine westliche Strecke.
In Dänemark weist die Bezeichnung des Ochsenweges als „Hærvejen" auf eine weitere Bedeutung der Strecke hin. Er wird von zahlreichen Kampfstätten gesäumt, an denen sich die Geschicke Dänemarks und Schleswig-Holsteins entschieden.
Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus der Zeit um 1070 (Adam von Bremen). Archäologen halten sogar ein bronzezeitliches Alter (ab 1.700 v. Chr.) nicht für ausgeschlossen. Der Ochsenweg wirkte vermutlich als Rückgrat der kulturhistorischen Entwicklung auf der cimbrischen Halbinsel.

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