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Grenze
Alter Schlagbaum beim Grenzübergang am ”Krummen Weg”
Nach der Volksabstimmung über die Grenzziehung 1920 folgte die neue
Grenze der Krusau.
Auf beiden Seiten der Grenze entstanden nationale Minderheiten; erst mit
dem Bonner Abkommen 1955, wo Deutschland und Dänemark versprachen, den
eigenen Minderheiten die vollen Rechte, u.a. die Pflege von Sprache und
Kultur und die nationalen Zugehörigkeitsverhältnisse, zu sichern,
wurde ein friedliches Zusammenleben der Menschen in der deutsch-dänischen
Grenzregion garantiert.
Mit dem Inkrafttreten des Schengen-Abkommens am 25. März 2001
verloren die Grenzübergänge ihre Bedeutung, jetzt wird nur das
Hinterland überwacht. Der Schlagbaum am Krummen Weg ist der letzte, der
an der deutsch-dänischen Grenze erhalten ist.
Grenzübergang an der Schusterkate

Brücke über die Krusau bei der Schusterkate
Nach 1912 wurde ein Damm über die Bucht an der Krusau-Mündung in
die Flensburger Förde gebaut. Der Zugang zum Flensburger Stadtwald, der
auf der dänischen Seite der Grenze liegt, wurde bedeutend erleichtert.
Zu dem Dammprojekt gehörten Pläne zum Bau eines Villenviertels, aber
die Mittel konnten nicht aufgebracht werden, so wurde nur das Haus „Schusterkate“
gebaut.
1920 wurde der Kontrollposten eingerichtet, man musste im Besitz einer
besonderen Erlaubniskarte sein, um die Grenze passieren zu können.
Bevor die Brücke gebaut wurde, konnte man mit einem Ruderboot herübergefahren
werden.
Heute steht die Schusterkate als Symbol für einen ungewöhnlichen Grenzübergang.
Gendarmenweg

Grenzpolizist mit der typischen blauen Uniform
Der Gendarmenweg ist benannt nach den Grenzgendarmen,
die einige Jahrzehnte lang die Landesgrenzen bewachten und die
Schifffahrt in der Flensburger Förde kontrollierten. Die Patrouille
erfogte zu Fuß, und jeder einzelne Gendarm war für eine bestimmte
Strecke der Grenze zuständig. Am einigen Orten gab es vorher schon Wege
und Pfade, die die Gendarmen auf ihrer Route benutzen konnten. An
anderen Orten wurden neue Pfade über private Gtrundstücke gelegt. Auf
diese Weise wurde der Gendarmenweg geschaffen.
Die Grenzgendarmen patrouillierten entlang der heutigen Grenze in der
Zeit zwischen der dänischen Wiedervereinigung 1920 und 1958. Danach
ging diese Aufgabe an die Polizei.
Auf der Strecke von Padborg bis zum Kollunder Wald, die
an vielen Stellen der Landesgrenze folgt, ist die Landschaft geprägt
von dem markanten Tunneltal mit Erosionsschluchten und steilen Hängen
mit Quellmooren, Seen und Fließgewässern.
Alte Zollstrasse

Alte Zollstrasse
Der Flensburger Zoll wurde im Jahre 1754 als
königlich-dänische Zollkammer eingerichtet. An der Alten Zollstraße
in Harrislee-Kupfermühle gab es in Verbindung mit einem früheren
Landstraßen-Zollamt eine kleine Siedlung für Zollbeamte.
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